Kieferchirurgie

Beides im Blick: Ästhetik und Funktion

Im Kiefer- und Gesichtsbereich treten relativ häufig Verletzungen auf. Zu den typischen Ursachen zählen Sport-, Spiel- und Autounfälle. Bei Riss-, Quetsch- oder Schnittwunden, Abschürfungen und Prellungen ist das Weichgewebe betroffen, bei Frakturen des Gesichtsschädels sind die Knochen in Mitleidenschaft gezogen. Auch Zahnlockerung oder -verlust können Unfallfolgen sein.

Ob die Behandlung ambulant erfolgt oder der Einsatz einer Vollnarkose vorzuziehen ist, hängt vom Grad der Verletzung ab. In jedem Fall gilt es, neben der Wiederherstellung der Funktionalität auch ästhetische Gesichtspunkte zu berücksichtigen.

Diagnostik mittels Kamera

Minimalinvasive Analyse

Probleme im Kiefergelenk – Lösung „in Sicht“

Die Einführung einer kleinen Optik/Kamera ist in manchen Fällen der beste Weg, um Probleme im Kiefergelenk zu analysieren und dann unter Sicht zu beseitigen. Dieser minimalinvasive Eingriff, die Arthroskopie, wird in unserer Praxis ambulant unter Vollnarkose durchgeführt.

Die Kamera zeigt Veränderungen an Knorpel, Knochen und Bändern innerhalb des Kiefergelenks. Bei Gelenkentzündungen sammeln sich häufig Ergüsse an, die aggressive Eiweißverbindungen enthalten und Schmerzen auslösen. Sie werden abgesaugt, das Gelenk gespült und danach eventuelle Verwachsungen des Diskus mit der Gelenkkapsel gelöst. Der Diskus ist eine Knorpelscheibe im Kiefergelenk, die eine ähnliche Funktion wie der Meniskus im Knie wahrnimmt. Liegt eine Verlagerung des Diskus vor, kann er mit dieser Methode häufig in die richtige Stellung zurückgesetzt werden (Repetition).

In jedem Fall empfehlen wir begleitend eine Schienentherapie und eine Physiotherapie.

Schienentherapie

Unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD, werden unterschiedliche Fehlregulationen des Kiefergelenks zusammengefasst. Die Schienentherapie ist ein Eckpfeiler in deren Behandlung.

Die Aufbissschiene, die im Ober- oder Unterkiefer eingegliedert wird, übernimmt dabei mehrere Funktionen: Sie verändert die Positionierung des Unterkiefers, verringert die Überaktivität der Kaumuskulatur und verhindert Zähneknirschen. So werden die Kiefergelenke entlastet. Je nach Art der Funktionsstörung werden verschiedene Schienentypen eingesetzt.

Begleitend ist häufig eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll. Entspannungsübungen gehören ebenso zur Behandlung, da Zähneknirschen auch mit Stress- und Emotionsverarbeitung einhergeht.

Kompetenz, Professionalität und Einfühlungsvermögen

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