Mund- und Oralchirurgie

Welche Lösung passt?

Die Fragestellungen, mit denen Patienten unsere MKG-Praxis betreten, sind vielfältig – entsprechend breit ist das Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten innerhalb der Mund- und Oralchirurgie, das wir anbieten. Eine ausführliche Analyse der Problemstellung, eine individuell detaillierte Diagnostik ist unabdingbar. Auf ihr basiert die Wahl des Lösungsweges.

Dabei spielt vieles eine Rolle: Wie hat sich der Verlauf der Beschwerden entwickelt? Wie stellt sich das Umfeld im Kiefer, im Zahnbereich dar? Welche Erfahrungen mit Sedierung und Narkose hat der Patient gemacht? Viele Aspekte spielen eine Rolle bei der Einschätzung der Erfolgsaussichten der unterschiedlichen Behandlungsmethoden.

Hohe Erfolgsraten

Erfolgversprechende Behandlungswege – individuell abgestimmt

Weisheitszähne – wann sollten sie entfernt werden?

Weisheitszähne müssen nicht in jedem Fall entfernt werden. Es gibt allerdings eine Reihe an Indikatoren, die auf zukünftige Probleme mit den Weisheitszähnen hinweisen:

  • Das Röntgenbild zeigt, dass eine korrekte Einstellung des Weisheitszahnes in die Zahnreihe nicht möglich ist.
  • Die Zähne sind nur teilweise durchgebrochen, was zu Entzündungen führt.
  • Es bilden sich Zysten oder Karies tritt auf.
  • Die Weisheitszähne sind der Grund für Schmerzen und Spannungsgefühle im Kiefer.

Die Weisheitszähne können ab dem sechzehnten Lebensjahr entfernt werden. Bei akuten Beschwerden ist diese Behandlung auch im späteren Erwachsenenalter angeraten. Sie findet in der Regel unter örtlicher Betäubung statt, kann aber auch in Sedierung oder unter Vollnarkose durchgeführt werden.

Paradontitis

Die Parodontitis, umgangssprachlich Parodontose genannt, wird durch Zahnbeläge ausgelöst. Die bakteriell bedingte, chronische Entzündung geht vom Zahnfleischsaum aus, kann auf den Kieferknochen übergreifen und dann zur irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates führen. In der Konsequenz kann dies Zahnverlust bedeuten.

Bei der Untersuchung wird die Parodontitis durch vertiefte Zahnfleischtaschen sowie Blutungen bei der Sondierung dieser Taschen nachgewiesen. Wenn das Röntgenbild einen Knochenabbau aufzeigt, ist die Parodontitis-Behandlung unausweichlich. Sie verläuft in mehreren Schritten und beginnt mit der professionellen Zahnreinigung. Je nach Zustand des Zahnapparats folgt eine nicht operative oder eine operative Therapie. Nach Ende der Behandlung ist eine zahnlebenslange Nachsorge unabdingbar.

Mithilfe regenerativer Maßnahmen ist unter bestimmten Voraussetzungen sogar der Wiederaufbau verloren gegangenen Gewebes möglich.

Zahnentfernung – der Knochen kann erhalten bleiben

Zähne können nach genauer Analyse der Gesamtsituation vom Zahnarzt als nicht erhaltenswert eingestuft werden. Daraufhin stellt sich die Frage nach der Art des Zahnersatzes. Häufig gelten Implantate heute als die beste Wahl. Da sie zirkulär von Knochen umgeben sein müssen, sind eine ausreichende Knochenhöhe und -breite unabdingbare Voraussetzungen für das erfolgreiche Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel.

Bereits beim Entfernen des alten Zahnes ist es deshalb häufig sinnvoll, durch geeignete Maßnahmen ein Schrumpfen des Knochens zu minimieren. Welcher Weg hier der richtige ist, wird im Gespräch mit dem Patienten individuell besprochen und geklärt.

Die Zahnentfernung findet in der Regel unter örtlicher Betäubung statt, kann aber auch in Sedierung oder unter Vollnarkose durchgeführt werden.

Wurzelspitzenresektion – wenn andere Wege nicht zum Ziel führen

Entzündungen an Zahnwurzeln können auf den Kieferknochen übergreifen, zur Bildung von Abszessen oder Zysten führen und sich negativ auf den Gesamtzustand des Körpers auswirken. Erste Maßnahme dagegen ist die Wurzelkanalbehandlung. Manchmal genügt diese nicht, um die Beschwerden zu beenden, manchmal schließn anatomische Begebenheiten ihre Durchführung aus. Dann bietet die Wurzelspitzenresektion die einzige Chance, den Zahn trotz der Entzündung dauerhaft zu erhalten.

Während eines kleinen Eingriffs wird dabei die Zahnwurzelspitze gemeinsam mit dem sie umgebenden entzündeten Gewebe entfernt. Danach wird der Wurzelkanal bakteriensicher abgedichtet. Eine neuerliche Infektion ist damit ausgeschlossen.

Mithilfe neuester Operationsmethoden, mit denen auch wir in unserer Praxis sehr gute Erfahrungen sammeln konnten, liegen die Erfolgsaussichten einer Wurzelresektion mittlerweile bei 87 bis 97 Prozent.

Autogene Zahntransplantation – wenn der eigene Zahn die Lücke schließt

Die autogene Zahntransplantation ist eine äußerst wirtschaftliche Therapie zur Behandlung des Lückengebisses. Dabei wird ein eigener Zahn des Patienten an eine andere Stelle des Kiefers verpflanzt. Diese Methode hat sich inzwischen als ein moderner chirurgischer Eingriff etabliert, der unabhängig vom Alter des Patienten auch langfristig sehr gute Erfolgsraten aufweisen kann.

Autogen transplantierte Zähne mit abgeschlossenem Wurzelwachstum weisen heute eine Zehn-Jahres-Erfolgsrate von rund 80 Prozent auf. Bei Zähnen mit noch nicht abgeschlossenem Wachstum liegt diese sogar noch um rund 8 Prozent höher.

Kompetenz, Professionalität und Einfühlungsvermögen

Für weitere Ärzteinformationen bitte klicken